Fr, 4. Januar 2008 | 17:38
Und schon wieder ein Bügelbrett
Man stolpert ja in letzter Zeit allerorten darüber, mit welcher absurden Geschwindigkeit sich (z.T. vorsätzlich erstellte) Falschmeldungen nicht nur im Internet verbreiten sondern auch Eingang in die "klassischen" Medien finden.
Da reicht z.B. ein kleiner boshafter Scherzeintrag in der Wikipedia aus, und schon erzählt uns sogar unser Bundespräsident, die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft hätte als Siegprämie für den Gewinn der Europameisterschaft 1989 ein Bügelbrett erhalten. Stimmt gar nicht, las ich kürzlich bei Arne Nordmann.
Anlässlich des Jahreswechsels nun gab es diese dpa-Meldung, der Ausdruck "Guten Rutsch!" leite sich "nach Ansicht vieler Sprachforscher" vom hebräischen Wort für Neujahr ab: Rosch Haschana (Kopf/Anfang des Jahres).
Ich finde den Vorschlag von Herrn Guertler, für die Weiterverbreitung von Falschinformationen den Begriff “Bügelbrett” zu gebrauchen, da sehr passend.
Und der weist nun in seinen eigenen Kommentaren auf ein weiteres Bügelbrett hin: Irgendein Witzbold gibt sich bei Facebook als "Bilawal Bhutto Zardari" aus (seines Zeichens Sohn der ermordeten pakistanischen Präsidentin Benazir Bhutto, jetzt als ihr Nachfolger zum Vorsitzenden der PPP gewählt), legt diesem ein paar zweifelhafte politische und persönliche Ansichten in den Mund, und alle Welt schreibt ab.
Ich bin kein Journalist, aber manchmal schwant mir, in dieser Branche wird (aus Zeitgründen?) ebensoviel 'rumgepfuscht wie in meiner. Möglicherweise ist das eine Tatsache,mit der ich mich zufrieden geben an die ich mich gewöhnen muss. Verdammter Qualitätsanspruch.
Da reicht z.B. ein kleiner boshafter Scherzeintrag in der Wikipedia aus, und schon erzählt uns sogar unser Bundespräsident, die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft hätte als Siegprämie für den Gewinn der Europameisterschaft 1989 ein Bügelbrett erhalten. Stimmt gar nicht, las ich kürzlich bei Arne Nordmann.
Anlässlich des Jahreswechsels nun gab es diese dpa-Meldung, der Ausdruck "Guten Rutsch!" leite sich "nach Ansicht vieler Sprachforscher" vom hebräischen Wort für Neujahr ab: Rosch Haschana (Kopf/Anfang des Jahres).
Wie gut, dass es das Bremer Sprachblog gibt, in dem Herr Stefanowitsch diese Behauptung zumindest infrage stellt und eine viel wahrscheinlichere sprachliche Abstammung des Wortes "Rutsch" von "Reise" zu begründen versucht.Auf Jiddisch wird aus «Rosch» ein «Rutsch» - und das ist eines von vielen Wörtern, die wie «malochen», «meschugge», «Stuss» oder «Zoff» aus dem Jiddischen ins Deutsche eingeflossen sind. Mit einem «guten Rutsch» wünscht man also einen «guten Anfang».
Ich finde den Vorschlag von Herrn Guertler, für die Weiterverbreitung von Falschinformationen den Begriff “Bügelbrett” zu gebrauchen, da sehr passend.
Und der weist nun in seinen eigenen Kommentaren auf ein weiteres Bügelbrett hin: Irgendein Witzbold gibt sich bei Facebook als "Bilawal Bhutto Zardari" aus (seines Zeichens Sohn der ermordeten pakistanischen Präsidentin Benazir Bhutto, jetzt als ihr Nachfolger zum Vorsitzenden der PPP gewählt), legt diesem ein paar zweifelhafte politische und persönliche Ansichten in den Mund, und alle Welt schreibt ab.
Ich bin kein Journalist, aber manchmal schwant mir, in dieser Branche wird (aus Zeitgründen?) ebensoviel 'rumgepfuscht wie in meiner. Möglicherweise ist das eine Tatsache,
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