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    <title>Tretmühle</title>
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    <description>Hatte fast vergessen, dass arbeiten so anstrengend ist. 10 Stunden da sein plus 45 min hin und noch mal 45 zurück, da fällt man bloß noch tot ins Bett. Wochenende geht fürs abwaschen einkaufen aufräumen Wäsche waschen Wohnung putzen drauf, eigentlich will ich nur meine Ruhe haben. Frage mich, wie andere Leute das ein Leben lang aushalten und es dabei noch schaffen, Freundschaften zu pflegen oder sich selbst zu verwirklichen. Irgendwas mach ich offenbar falsch. Habe aber momentan keine Lust oder Kraft, das aktiv zu hinterfragen und etwas zu verändern. Lass den Job nur endlich vorbei und das Geld schon auf meinem Konto sein, vielleicht kann ich mich dann mal entspannen und darüber nachdenken. (Und schwupps ist das Leben um.)</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://archicat.twoday.net/topics/ehrlich&quot;&gt;ehrlich&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <title>Coaching</title>
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    <description>Die ersten 2 Wochen im neuen Job sind um und ich warte noch auf die 1. Nacht, in der ich nicht von Aktenordnern oder Excel-Tabellen träume. Man glaubt ja gar nicht, wie matschig das Hirn nach 10 Stunden konzentrierter Arbeit wird, auch wenn die Aufgabe an sich nicht so extrem schwierig ist - die Dauer macht&apos;s. In Sekunden den Inhalt eines Schriftstückes erfassen, einordnen, ob es für den zukünftigen Käufer der Immobilie interessant sein könnte (bzw. mit den Vorgaben abgleichen), prüfen, ob man dasselbe Schriftstück nicht schon in einem anderen Ordner in besserer Qualität oder mit neuerem Datum gefunden hat, und nachdem man pro Objekt so ca. 15-30 Ordner durchgesehen hat, alles neu abheften und in der Tabelle eintragen. Uff. Wenn nicht jedes Projekt noch irgendwelche Besonderheiten hätte, die einfach nicht in die Tabelle passen, könnte vielleicht auch bald mal Routine einkehren. &lt;br /&gt;
Immerhin sind die Leute echt nett... fast nur Architekten da, und vermutlich haben alle ihre speziellen Gründe, warum sie dort gelandet sind. Sehr sympathisch jedenfalls, dass mein Teamleiter mir gleich frei heraus erzählte, dass er gerade ein Coaching (beim Psychotherapeuten) mache, da er auch seit Jahren von einem Job in den nächsten rutschen würde und einfach nicht wisse, wo es mit ihm hingehen soll. Kommt mir bekannt vor. Ich hatte sowas ja auch schonmal ins Auge gefasst. Wenn dieser Job vorbei ist, kann ich mir das vielleicht auch leisten :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apropos: Heute die 2x20min Rücken- und Fußmassage eingelöst, die R. und ich uns gegenseitig zum Valentinstag gegönnt haben. Feine Sache.</description>
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    <dc:date>2008-02-16T18:34:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://archicat.twoday.net/stories/4693703/">
    <title>Arbeiten, um zu leben? Oder leben, um zu arbeiten?</title>
    <link>http://archicat.twoday.net/stories/4693703/</link>
    <description>Manchmal fügen sich die Dinge dann doch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor mittlerweile 4 Monate habe ich (nach langem Überlegen und Zusammenreißen) einen eigentlich sicheren Job aufgegeben, &quot;nur&quot; weil mein Bauchgefühl nicht stimmte. Die Kollegen waren super nett, ich war gut eingearbeitet und effektiv, und die Arbeitszeiten waren auch okay. Als Freie Mitarbeiterin wurde ich ja nach Stunden bezahlt, länger arbeiten hieß also auch: mehr Geld in der Tasche; ebenso konnte ich auch entscheiden, zu Hause zu bleiben, wenn es mir nicht gut ging (wenn das Projekt es zuließ), ich war ja niemandem Rechenschaft schuldig. Nach Abzug aller Steuern und Versicherungen blieb zwar nicht mehr übrig als das was zum Überleben gerade so nötig war, mehr war nicht drin, und das war sicher auch ein Grund, mich nach etwas neuem umzusehen, aber das Hauptproblem war ein anderes. Mir fehlte einfach das Gefühl, meine Sache richtig und gut machen zu können. Es wurde nie gelobt, man konnte sich noch so ins Zeug legen, das wurde als selbstverständlich angesehen und man hatte trotzdem das Gefühl, man sei nie schnell genug. Wenn einem dagegen mal ein Fehler unterlaufen ist oder man Prioritäten falsch eingeschätzt hat (auch wenn man es gar nicht besser hätte wissen können), wurde einem das schön vorgeworfen. Sowieso war es eher der Normalfall, dass ständig Dinge schiefgelaufen sind, und man selbst hing immer zwischen den Stühlen, musste die Wogen glätten und sich den Ärger anhören. Irgendwann hatte ich echt genug und konnte nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wochen danach habe ich es mir richtig gut gehen lassen, habe mir eine Woche Urlaub auf Kreta gegönnt und ein paar der Dinge &quot;abgearbeitet&quot;, für die ich mir davor nie die Zeit genommen habe. Habe in Ruhe meine Bewerbungsmappe neu gestaltet, ein Fotobuch zusammengestellt, die Wohnung aufgeräumt, Pflanzen umgetopft, solche Dinge. Am Anfang reagierte mein Umfeld auch mit großem Verständnis, wer hätte nicht gern mal eine kleine Auszeit. Irgendwann häuften sich aber die Fragen, ob ich denn schon &quot;etwas neues in Aussicht&quot; hätte bzw. wie es nun weitergehen soll, und ich ertappte mich dabei, dass ich zunächst mit Schulterzucken (oder wirren Ausreden), später auch mit &quot;Kopf in den Sand stecken&quot; antwortete und anfing, soziale Kontakte zu meiden, um dieser Frage aus dem Weg zu gehen. Alles in mir streikte bei der Vorstellung, mich durch eine Bewerbung in einem anderen Büro nur vom Regen in die Traufe zu begeben. Für das &quot;ganz frei&quot; arbeiten bin ich offenkundig nicht diszipliniert genug (und viel zu selbstkritisch, um wirklich Spaß daran zu haben). Mittlerweile bin ich fast an dem Punkt, wo ich meine Eignung für einen Beruf dieser Art grundsätzlich infrage stelle. Ich hätte so gerne eine Aufgabe, die ich mindestens den Erwartungen entsprechend oder sogar besser machen kann. Bei der mein Hang zur Akribie wenigstens gutgeheißen, wenn nicht sogar ausdrücklich geschätzt wird, anstatt ihn aus Zeitgründen ständig unterdrücken zu müssen. Und bei der am Ende soviel hängenbleibt, dass man davon gut(!) leben kann. &lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich ging es mir mangels einer wirklichen Idee, wo es mit mir hingehen soll (und in Anbetracht des rasant leerer werdenden Kontos) wirklich dreckig. Völlig gelähmt und mit Tunnelblick ging Tag um Tag, Woche um Woche an mir vorbei, ohne dass ich mich imstande fühlte, meine Lage aktiv zu verändern. Ich war schon kurz davor, jemanden zu fragen, der sich &quot;mit sowas auskennt&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sah ich eine Anzeige, bei der Leute für &quot;Ordnersichtung&quot; gesucht wurden, rief dort an, um zu fragen, was das heißt, und hatte endlich wieder dieses Kribbeln im Bauch, das schreit &quot;ja, ja, ja!&quot;, auch wenn ich das objektiv nicht begründen konnte. Schließlich ist es schon eine vergleichsweise &quot;niedere&quot; Arbeit, Archiv-Ordner nach relevanten Unterlagen zu durchsuchen, um die betreffenden Immobilien für den Verkauf vorzubereiten. Ziemlich eintönig und alles andere als kreativ, wenn man auch als Innenarchitektin schöne Möbel entwerfen könnte. Aber hey, wenn sich mit Ordnersichtung fast das Doppelte von dem verdienen lässt, was man als Innenarchitektin heutzutage (in Berlin) verdienen kann, und dabei noch das Bauchgefühl stimmt, warum zur Hölle soll ich das nicht mal für ne absehbare Zeit von 4 Monaten ausprobieren. Einen stumpfen Job machen, der mich psychisch nicht so runterzieht, und dabei richtig Kohle verdienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob es sich am Ende als das Nonplusultra herausstellt oder ich vielleicht doch wieder motiviert bin, in meinen alten Beruf zurückzukehren, wird sich zeigen.</description>
    <dc:creator>archicat</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://archicat.twoday.net/topics/ehrlich&quot;&gt;ehrlich&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-02-10T18:33:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://archicat.twoday.net/stories/4664444/">
    <title>winzigweiches Apfelmus</title>
    <link>http://archicat.twoday.net/stories/4664444/</link>
    <description>Die Arbeitsplätze in meinem letzten Büro waren allesamt mit iMacs bestückt, und sowohl der Chef als auch die Mehrheit der Belegschaft stellten sich als strenge Verfechter der Apple-Philosophie (und PC-Hasser) heraus. Als ich dort anfing, war ich nur im Umgang mit Windows XP geübt, hatte aber auch keine Probleme, mich an den Mac zu gewöhnen. Völlig vorurteils- und erwartungsfrei habe ich versucht, die Besonderheiten dieses Betriebssystems zu begreifen und letztlich für mich den Vergleich anzustellen, was ich besser finde. Vielleicht haben die allzu scharfen und in meinen Augen völlig realitätsfernen Pauschalangriffe der Kollegen gegen Windows dazu geführt, dass sich in meinem Innersten langsam das Bedürfnis formte, es zu verteidigen. Ich meine, effektiv arbeiten kann man mit beiden Systemen, genauso haben beide ihre Schwächen. Wenn man aber einmal Windows-Logik gewöhnt ist, empfindet man den Mac auch schnell als ziemlich unkomfortabel und umständlich, einfach nicht intuitiv. Allein die Navigation im Ordnersystem: das Spaltendesign verkürzt die Dateinamen auf ein paar Zeichen, was bei Dateien mit vorangestelltem Datum keinen Spaß macht, weil vom eigentlichen Titel nur ein paar Buchstaben zu sehen sind, so dass man jedes Mal erst die Spalte größer ziehen muss, und wenn man dann den Ordnerinhalt nach dem Datum der letzten Änderung oder Dateityp sortieren möchte, muss man auch erst irgendwo klicken. Ich empfinde einfach den Windows Explorer mit der Baumstruktur links und dem Ordnerinhalt rechts als sehr viel übersichtlicher. &lt;br /&gt;
Außerdem fand ich es immer verwirrend, dass geöffnete Programme keineswegs bildschirmfüllend sind, sondern meist irgendeine Werkzeugpalette eines anderen Programms (bzw. mehrerer verschiedener Programme) im Hintergrund hervorblitzt. Ein falscher Klick zwischen Hauptfenster und Palette, und man findet sich unwillkürlich im Mailprogramm wieder. Wer braucht sowas? Ich hab meine geöffneten Programme gern sichtbar unten in der Leiste und hole sie mir nach vorne, wann ich will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bin ich ja grundsätzlich ziemlich mainstreamig veranlagt und fühle mich in der Außenseiterrolle nicht besonders wohl. Angefangen bei Kleidung und Haarschnitt über Musik, Essen und Wohnungseinrichtung bis hin zur Politik. Es ist eher selten, dass mich eine Sache wirklich so begeistert, dass es mir wirklich von Herzen scheißegal ist, was andere davon halten und es im Notfall bis aufs Blut verteidigen würde (z.B. die Musik von Billy Joel). Oder wo ich sicher bin, dass ich sowas nie nie nie anziehen werde, egal wie modern es grad ist. Meistens lasse ich mich wirklich gerne auf kontroverse Diskussionen ein und ändere meine Meinung, wenn mich jemand/etwas überzeugt, oder wenn man es mir lange genug vor die Nase hält, bis ich mich daran gewöhnt habe (wie seinerzeit die Hüfthosen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mir aber wirklich nicht einleuchtet (und worauf ich hinaus will) ist, wie man gegen Windows wettern kann mit der Begründung, es sei so allmächtig, so weit verbreitet, man wolle Herrn Gates nicht noch reicher machen und überhaupt: sich von der dummen Mainstream-Masse abgrenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo bitte ist der Unterschied im Geschäftsgebaren des Herrn Jobs? Jeder Heinz hat doch inzwischen einen iPod und alle finden das iPhone toll. Mir ist das sehr suspekt, wie blind alle bei diesem Apple-Hype mitmachen und dann noch argumentieren, man sei wohl geistig zurückgeblieben, wenn man ernsthaft Windows verteidigt. Ich finde es nur natürlich, dass auch Herr Jobs mit seinen Produkten Geld verdienen möchte; und dass sie die ersten waren, die begriffen haben, dass das Auge nunmal mitisst beim Arbeiten, und die viel Wert auf das Design und die Haptik ihrer Geräte legen, möchte ich ihnen gar nicht streitig machen. So kann sich doch jeder das raussuchen, was ihm gefällt und womit er am besten zurecht kommt.&lt;br /&gt;
Aber sobald das ganze den Charakter einer &lt;strike&gt;Sekte&lt;/strike&gt; Glaubensgemeinschaft bekommt, muss selbst ein Mainstreamer wie ich davon Abstand nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht würde ich auch &lt;a href=&quot;http://wirres.net/article/articleview/4759/1/6/&quot;&gt;das Logo zukleben&lt;/a&gt;, wenn ich denn überhaupt ein Apple-Produkt hätte :-)</description>
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    <title>Depriblogging</title>
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    <description>Soeben meldet der Buschfunk, dass eine meiner ehemaligen Schulfreundinnen, die schon 2 Kinder hat, erneut schwanger sei. Ihre Familienplanung sei zwar eigentlich abgeschlossen gewesen, aber die Pille hätte eben nicht gewirkt... so what? Ich freu mich für sie, ehrlich. Manchmal beneide ich die Frauen sogar, denen auf diese (oder ähnliche) Weise die Entscheidung abgenommen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hingegen bin mit einem vermutlich sehr realitätsfernen Bild von einer heilen Familie groß geworden und jahrelang wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass mir eines fernen Tages schon &quot;Mr. Right&quot; über den Weg laufen würde. Ohne dass ich dafür etwas würde tun müssen. (Anders kann ich mir meine &lt;strike&gt;Arschruhe&lt;/strike&gt; Ausdauer in offensichtlich zum Scheitern verurteilten Beziehungen rückblickend nicht erklären.) Zunächst galt es, erstmal Abitur zu machen, erstmal das Studium zu beenden, erstmal ein paar Jahre Berufserfahrung zu sammeln, erstmal ein Jahr im Ausland zu leben.... und schwupps ist man 30 und sieht zu, wie ringsum die Zwerge der Freundinnen eingeschult werden, während man selbst weder eine Familie gegründet noch Karriere gemacht hat und zu allem Überfluss auch noch mit dem gewählten Beruf hadert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erschrecke mich regelmäßig über die Momente, in denen mir klar wird, dass ich tatsächlich nur dieses eine Leben habe. Und dass der Richtige/- Moment nie kommen wird. Muss man denn alles alleine &lt;strike&gt;machen&lt;/strike&gt; entscheiden.</description>
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