unglaublich

...

Der größte Swimmingpool der Welt: Ich hätte ja gedacht, Dubai wäre bei Superlativen dieser Art ganz weit vorne, aber nein: Chile!

Der San Alfonso Pool in Algarrobo an Chile's Pazifikküste ist über einen Kilometer lang und 8 Hektar (= ca. 15 Fußballfelder) groß, beinhaltet 250 Millionen Liter Wasser (Meerwasser, das entsalzt und gefiltert wird), ist 35 Meter tief und hat 3,5 Mio. US-Dollar gekostet. Die Wassertemperatur ist mit 24 Grad um 10 Grad wärmer als das Meer und statt starker Strömung gibt es eine Gegenstromanlage.



Und wenn man nun vom Hotel zum Meer will, ist man dann ne Stunde zu Fuß unterwegs? *g*

Augenkrebs

Kann mir bitte mal jemand erklären, was ein Architekturbüro wohl seiner Zielgruppe mitzuteilen versucht, indem es sich durch eine solche Webseite präsentiert?!

°.°

Nikotinkater-Content

Sehr schöner Artikel: Sven K. macht sich lustig über jene Blogger, die derzeit kaum ein anderes Thema kennen als das neue Rauchverbot in Kneipen - und aus diesem Anlass gleich mal selbst die Fluppe wegwerfen.

2008 – das Nichtraucherschutzgesetz und der Wiedereintritt des Menschen in die selbstverschuldete Unmündigkeit (Emanuelle Cunt) [...]
Es scheint ein Fakt zu sein: in Blogs ist Nichtraucherwerden the new cat content. Früher bloggte man schnurrende Muschis, heute ausgewachsene Nikotinkater[...]

Und was ist das erste, was in den dazugehörigen Kommentaren diskutiert wird? Na?

Und schon wieder ein Bügelbrett

Man stolpert ja in letzter Zeit allerorten darüber, mit welcher absurden Geschwindigkeit sich (z.T. vorsätzlich erstellte) Falschmeldungen nicht nur im Internet verbreiten sondern auch Eingang in die "klassischen" Medien finden.
Da reicht z.B. ein kleiner boshafter Scherzeintrag in der Wikipedia aus, und schon erzählt uns sogar unser Bundespräsident, die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft hätte als Siegprämie für den Gewinn der Europameisterschaft 1989 ein Bügelbrett erhalten. Stimmt gar nicht, las ich kürzlich bei Arne Nordmann.

Anlässlich des Jahreswechsels nun gab es diese dpa-Meldung, der Ausdruck "Guten Rutsch!" leite sich "nach Ansicht vieler Sprachforscher" vom hebräischen Wort für Neujahr ab: Rosch Haschana (Kopf/Anfang des Jahres).

Auf Jiddisch wird aus «Rosch» ein «Rutsch» - und das ist eines von vielen Wörtern, die wie «malochen», «meschugge», «Stuss» oder «Zoff» aus dem Jiddischen ins Deutsche eingeflossen sind. Mit einem «guten Rutsch» wünscht man also einen «guten Anfang».

Wie gut, dass es das Bremer Sprachblog gibt, in dem Herr Stefanowitsch diese Behauptung zumindest infrage stellt und eine viel wahrscheinlichere sprachliche Abstammung des Wortes "Rutsch" von "Reise" zu begründen versucht.

Ich finde den Vorschlag von Herrn Guertler, für die Weiterverbreitung von Falschinformationen den Begriff “Bügelbrett” zu gebrauchen, da sehr passend.

Und der weist nun in seinen eigenen Kommentaren auf ein weiteres Bügelbrett hin: Irgendein Witzbold gibt sich bei Facebook als "Bilawal Bhutto Zardari" aus (seines Zeichens Sohn der ermordeten pakistanischen Präsidentin Benazir Bhutto, jetzt als ihr Nachfolger zum Vorsitzenden der PPP gewählt), legt diesem ein paar zweifelhafte politische und persönliche Ansichten in den Mund, und alle Welt schreibt ab.

Ich bin kein Journalist, aber manchmal schwant mir, in dieser Branche wird (aus Zeitgründen?) ebensoviel 'rumgepfuscht wie in meiner. Möglicherweise ist das eine Tatsache, mit der ich mich zufrieden geben an die ich mich gewöhnen muss. Verdammter Qualitätsanspruch.

(Jahres)endzeitstimmung bei Kaiser's

Mir ist das ja noch nie so extrem aufgefallen. Vermutlich hatte ich in den vergangenen Jahren meine Einkäufe für Silvester schon eher erledigt, war selbst irgendwo eingeladen, habe evtl. sogar Eintritt bezahlt incl. "all you can eat" Buffet, oder die Wochentage lagen einfach nur anders. Heute jedenfalls wollte ich für ein kleines gemütliches 2-Mann-Raclette nur noch schnell 'ne Paprika und ein paar Pilze besorgen und hab mich so gegen 15 Uhr auf den Weg zum Kaiser's gemacht. Schon beim Anblick der nicht vorhandenen Einkaufswagen draußen vor der Tür schwante mir nichts Gutes. Und mein Eindruck sollte leider nicht trügen.
Meine Güte! Die Leute kauften, als gäbe es kein morgen. Ich habe eine geschlagene Dreiviertelstunde an der Kasse angestanden, und das für ein bisschen Gemüse. Dafür kenne ich jetzt alle Sorten von Teriyaki-Soßen und eingelegten Oliven, das komplette Haushaltswaren-Regal - und das heutige Menü der hinter mir stehenden Wohngemeinschaft inkl. der Silvesterplanung der von ihnen angerufenen Freunde.

Dabei hätte ich es eigentlich besser wissen müssen: noch am Samstag hatte ich innerlich darüber gewitzelt, dass der Kaiser's so schwere Geschütze aufgefahren hatte: wo eben noch Glühwein und Lebkuchen zu kaufen waren, türmten sich jetzt Bierkisten bis unter die Decke. Na, die wussten schon, warum.

Wieder was gelernt.

(Heute kein Bedarf mehr an Menschenansammlungen.)

P.S. Euch allen wünsche ich trotzdem von Herzen einen guten Rutsch! :-)

Auf dem Weg zum Überwachungsstaat

Gerade vor ein paar Tagen erst habe ich die (sehr seltene) Gelegenheit des weihnachtlich-gemütlichen Zusammensitzens genutzt, meine Eltern und meine Schwester auf die Problematik der Vorratsdatenspeicherung aufmerksam zu machen. Natürlich war ihnen das Thema nicht unbekannt, aber wenn man sich damit nicht bewußt beschäftigt, bleiben einem verständlicherweise nur solche Argumente wie “Ich hab mir ja nichts vorzuwerfen, und wenn sie damit Terroristen schnappen können, ist es mir recht” im Ohr hängen. Mir hingegen ist das Thema schon länger präsent (und ein Dorn im Auge), auch und gerade weil ich mich hauptsächlich über Online-Medien und Blogs informiere. So sehr, dass ich im November dagegen demonstrieren war und auch die Verfassungsbeschwerde unterstütze.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob mein händeringender Versuch, ihnen begreiflich zu machen, dass dieses Gesetz eine Bedrohung für uns alle darstellt, wirklich und gänzlich zu ihnen durchgedrungen ist. Hätte ich mal bloß schon diesen Artikel parat gehabt. Besser hätte ich es nicht erklären können.

Nun wird es also ernst: Horst Köhler hat das Gesetz unterzeichnet, wie die Zeit berichtet. Für ihn habe es “keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken” gegeben.

Mich gruselt's.

Nachtrag: Und wer es gar nicht abwarten kann, der kann sich ja schonmal freiwillig den Bundestrojaner herunterladen. Gute Seite. Danke Rob.

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